Grobi, Komondor, männlich , geb. 2014 , Z.Zt. chemisch kastriert

Hallo Leute, ich bin Grobi, die lachende Kanonenkugel. Als Herdenschutzhund passe ich normalerweise auf Schafe auf. Das ist hier aber nicht so gefragt. So bin ich zur Zeit darauf beschränkt, meine Mitpelze zu beobachten und wild hopsend Besucher anzumelden. Natürlich bin ich dafür überqualifiziert. Dementsprechend freue ich mich, wenn es dann mal raus geht. Anders als die meisten Herdenschutzhunde und insbesondere auch meine hier ebenfalls residierende Freundin Döri, bin ich eine echte Sportskanone. Gerne würde ich viel häufiger und länger Spazieren und am liebsten sogar Joggen gehen. Ich liebe es, die Welt im Laufschritt zu erkunden. Und ich liebe Wasserlöcher jeglicher Form und Konsistenz. Hier wäre nun eigentlich anzunehmen, dass die Kombination aus weißem Fell und Wasserlochliebe dem Glanz meiner Erscheinung abträglich ist. Stimmt aber nicht. Auch, wenn ich nach einem Regenspaziergang und den obligatorischen Pfützenbädern aussehe wie ein Küstenyeti, benötige ich stets nur wenige Stunden, um den weißen Riesen wieder herauszuarbeiten. Ich putze mich nämlich wie eine Katze. Keine Ahnung wo das herkommt. Mir ist mein Äußeres halt wichtig. Eine Eigenschaft, die Döri übrigens völlig abgeht.

Ich strahle scheinbar aber auch von innen. Jedenfalls reden alle im Tierheim von mir als ihrem „Sonnenschein“. Entgegen der These so manches Komondorspezialisten läßt sich „Komondor“ bei mir jedenfalls nicht mit „mürrisch“ übersetzen. Im Gegenteil. Ich freue mich über jeden Menschen und nahezu jeden Hund, egal ob groß oder klein, ob Männchen oder Weibchen. Auf unseren Gruppenspaziergängen bin ich der Gruppenclown und versuche die anderen Menschen und Hunden immer zum Spielen zu überreden. Das klappt nur leider nicht so gut. Entweder die Hunde haben Angst vor mir oder die blöde Leine reicht nicht bzw. verheddert sich.

Klar ist natürlich, dass auch bei mir jeder meiner zahlreichen Späße einen ernsten Kern hat. Spiel hat immer etwas mit Rang, Steicheln mit Dominanz zu tun. Das gilt zwar für alle Hunde - goldgelbe Zimmerpflanzen vielleicht ausgenommen - für Herdenschutzhunde aber ganz besonders. Damit ich Zuwendung nicht als Bedrängen empfinde, muss ich vertrauen und, damit Spiel auch Spiel bleibt benötige ich Struktur.

Das insbesondere auch, weil ich schon ziemlich viel Unerfreuliches erleben musste. Mein erster Besitzer meinte, mich als Baby mit Leckerli und Holzlatte erziehen zu können. Als ich groß genug war, mich zu wehren, bekam der Mensch mit der Latte Angst und ich landete in einem Tierheim, dessen Tierpfleger mich solange triezte, bis eine aufmerksame Tierschützerin erkannte, dass die Situation meinerseits eskalieren musste. Sie brachte mich nach Weidefeld und da beginne ich nun, die schönen Seiten des Hundelebens kennen zu lernen. Zur Zeit kann ich zwar noch nicht unterscheiden, ob der Mensch, der mir ein Leckerchen geben will, es gut mit mir meint oder mich verprügeln will. Aber da arbeiten wir dran. Werde ich nicht aus der Hand gefüttert, gibt es schon jetzt keine Probleme mehr.

Bei alldem, was ich bisher mitgemacht habe, wundern sich alle, wie lustig und liebenswürdig ich bin. Mit meinen 3 Jahren bin ich nur körperlich ausgewachsen. Geistig bin ich noch ein Teenie, aufgeschlossen und neugierig auf ein neues Leben mit Menschen, die mich zu nehmen wissen und die mir ein liebevolles Zuhause bieten können.

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Tierschutzverein Angeln-Schwansen e.V.
Weidefelder Weg 14b
24376 Kappeln

Telefon: 04642 987121
Telefax: 04642 924498

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